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Um 1500 war Passau ein wichtiger
herausstechender Handelsort in Bayern und so wurde die Kultur durch die
regen Geschäfte der Stadt beeinflusst. Es wurde Wein (in den Rest
Bayerns) exportiert, wovon ein Teil von den bayerischen Klöstern
produziert wurde. Auch bedeutsam waren Getreide, das nach Salzburg und
Tirol verkauft wurden. Andere Güter mit geringerer Wichtigkeit waren die
folgenden: Eisen, Tuch, Tierprodukte, Öle und Gewürze. Das Rohmaterial,
das sich wohl im des Mittelpunkt des Haupthandels befand, wird
heutzutage vielleicht als selbstverständlich betrachtet, war aber damals
der Schlüssel der Wohlstandsgesellschaft.
„Es mag wohl Menschen
geben, die nicht nach Gold streben, aber nicht einen gibt es, der kein
Salz braucht.“ Cassiodor (6. Jahrhundert n.
Chr.) - „ Weisses Gold – Passau- Vom Reichtum einer europäischen Stadt „
von Herbert W. Wurster, Max Brunner, Richard Loibl und Alois Brunner.
So wertvoll und gewinnbringend war
dieses Salz, dass es mit Gold verglichen wurde und daher entstand der
Begriff „Weißes Gold“. Hauptsächlich, durch den Salzhandel, kam es zu
einem starken geschäftlichen/industriellen Einfluss auf die Kultur
Passaus und die Stadt erfuhr eine Hochkonjunktur. Dieser Handel brachte,
eine bequeme Lebensweise durch Reichtum und eine Anzahl verfügbarer
Arbeitsmöglichkeiten. Bei einem Salzhändler (die im Süddeutschland auch
„Fertiger“ oder „Meister“ genannt wurden) fand man Arbeit als Mitglied
einer Schiffsmannschaft, Schiffsreiter, Schiffsbauer, Salzarbeiter und
Säumer, das Salzgeschäft war ein sicheres Geschäft, da Menschen immer
Salz brauchen würden.
Es gab tatsächlich mehrere Gründe
weshalb diese Stadt die ideale Lage hatte, in diesem Handelszweig so
ausgesprochen erfolgreich werden zu können. Die
Wassertransportmöglichkeit wegen der Nähe zur der Donau (ein 2.800 km
langer Verkehrsweg, vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer ), wegen der
Lage am Inn (500 km Verbindung zwischen dem Süden und der Mitte Bayerns)
und wegen der unmittelbarer Nähe zu den „Goldenen Steigen“ – drei alte
Handelswege die für den Salztransport geschaffen wurden, die Passau mit
dem Königreich Böhmen verbindet.
Die Abnehmer des Salzes fand man im
Rest des Herzogtums Bayern, in einigen Orten in Österreich und im
Königreich Böhmen (größtenteils die heutige Tschechei). In diesen
mächtigen Staaten / Orten fand Passau einen großen Markt und ein
Bedürfnis für das Wohlwollen ihrer Einwohner.
So ist die Rolle des Salzhandels in
der Kunst- und Kulturgeschichte Passaus nicht zu unterschätzen. Im
Vorfeld der Reformation (Das Zeitalter der Aufklärung) verließen sie
sich darauf, dass der allmächtige Gott, Religion und göttliche
Memorabilien sie inspirieren würden. Dadurch, entstand mehrere
Schöpfungen, welche Frömmigkeit, inneren Glaube und unterdrückte Zweifel
ausgedrückt haben. Leider, ist die Mehrheit davon den Stadtbrände im
17. Jahrhundert zum Opfer gefallen. Zusätzlich, infolge dieser
Stadtbrände (in den Jahren 1662 und 1680) wurde der gotische Charakter
dieser Stadt stark vermindert und allmählich durch einen barocken
Charakter ersetzt, welcher heute noch zu sehen ist.
Trotzdem machte das künstlerische
Leben nicht halt und weitere beeindruckende Kunststücke wurden
geschaffen. Die florierende Wirtschaft sorgte dafür, dass die Künstler
in Passau andauernd in Anspruch genommen wurden. Die Handelsbeziehungen
ermöglichten einen lohnenden Austausch von künstlerischen Ideen und das
Umsiedeln von Künstler, von einem Ort zum anderen. Zwischen Passau und
Salzburg gab es regen Kontakt. So zogen begabte Künstler, die
Anerkennung nach bzw. für Passau brachten, in diese Stadt. Erwähnenswert
sind Wolf Huber, Rueland Frueauf und Martin Kriechbaum.
Wolf Huber: Um 1480, wurde Wolf
Huber im Feldkirch in Vorarlberg geboren. Es ist nachweisbar, dass er ab
seinem fünfunddreißigsten Lebensjahre in Passau wohnte. In 1515, machte
der Pfarrer Dr. Ludwig Rad einen Vertrag mit ihm wegen der Schöpfung
eines Annen-Altares. Er übernahm diese anstrengende Arbeit für eine
Zahlung in Höhe von 230 Gulden. Dieser Altar, das Hauptwerk Hubers wurde
meisterlich vollendet. Aber leider, im 1882, wurde er in einzelnen Teile
gestellt und in die Einrichtung (Ausstattung) des Feldkircher
Gotteshauses eingearbeitet. Als Baumeister, 1529-1531, war Huber für die
Renovierung der Neuburg (am Inn) verantwortlich. Wegen des Maßes in dem
er sich bei Hof engagiert hat, wurde er endlich zum fürstbischöflichen
Hofmaler ernannt und ist einer prominenten Vertreter der sogenannte
Donauschule. Verschiedene landschaftliche Darstellungen von Passau wurde
von Huber in großer Detailarbeit gemacht und solche Landschaftsmalerei
war sein künstlerisches Tendenz.
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