Die Kultur Passaus

Gesellschaftskultur

 

Rueland Frueauf : Das Jahr in dem Rueland Frueauf d .J. zur Welt gekommen ist, schätzt man auf 1470/1475. Er wurde in einer ehrbaren Herkunft geboren. Seine Großeltern waren nämlich kaufmännische Salzhändler, aus dem passauischen Markt Obernberg am Inn und sein Vater Rueland Frueauf d. Ä war auch einen berühmten Passauer Künstler. Mit Salzburg als seinem Geburtsort ist er nachweislich im Jahre 1497 einen Bürger von Passau geworden. Nach einigen Jahren, wurde er in 1533 der Stadtrat von Passau. Die Tafeln mit Passionsszenen und Darstellungen aus dem leben des hl. Johannes des Täufers, die im 1499 erschienen sind, sind weitgehend anerkannt. Der Haupt Grund für seine wohl verdiente Anerkennung ist seine Beherrschung der Kunstmethode von Schattierung (d.h helle und dunklere Farben) und  Perspektive (d.h  der Eindruck von Platz (Raum) zu erschaffen ). Solche Kunststücke „Taufe Jesus“  und „Gefangennahme des hl. Johannes d.T.“ beweisen warum Frueauf (ein Künstler der von wohlhabender Passau angezogen war) im Kunst Bereich bekannt ist.

Martin Kriechbaum: Ein weiterer Künstler, der von Passau angezogen wurde, war ein gebürtiger Münchner namens Martin Kriechbaum. Als Maler und Bildhauer ließ er sich seit 1473 in der Stadt Passau nieder. Hier gründete er ein großes Atelier, in dem er manchmal zusammen mit seinen Söhne Stefan und Sebastian arbeitete. Mit der Zeit erschuf auch er einige Meisterwerke. Den Auftrag zu einem grandiosen Hochaltarrentabel für das Kloster Göttweig, übernahm er mit seinem Bruder Ulrich im Jahr 1472/73. Kriechbaum hat auch, für die Passauer Pfarrkirche St. Paul, einen monumentalen Flügelaltar gebaut. Es ist bestimmt eine Tragödie, dass dieses Meisterwerk in einem Kirchenbrand restlos zerstört worden ist. Aber dennoch hat Kriechbaum seinen Teil zur damaligen blühenden Kunst im Bereich Passaus beigetragen.

 

Dank der Bemühungen solcher Künstler haben wir Beweise und anschauliche Dokumentationen, mit denen wir uns heute vorstellen können, wie das frühere Passau eigentlich war. Benennenswert ist „Die Bischöflichen Diözesansammlung“, die Teile von den Werkstätten Wolf Huber, Rueland Frueauf und Martin Kriechbaum enthalten. Diese Sammlung erläutert, die Großartigkeit Passaus zwischen dem Mittelalter und der neuen Zeit. Dabei ist so eine unvergleichbare Lebhaftigkeit gebildet worden, dass man die die Künstler verlockenden Eigenschaften ohne Schwierigkeiten bemerken kann.

 

 

Ansicht von Passau

 

Das Linzer Schneckentor in Passau

 

Taufe Jesu Gefangennahme des Hlg. Johannes d. T.

 

 

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