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Aus dem Salzhandel stammt ein
Bedürfnis für neue Wege und Transportsmittel. Um diesen kostbare Handel
zu unterstützen, entwickeltne sich verschiedene Betriebe und künstliche
Handelswege zu Land und Wasser wurden geschaffen. Darum wurden die
„Goldener Steigen“ (von Passau durch den Nordwald nach Böhmen) und der
Handelsweg „Prachaticih via“ von Passau Ilzstadt nach Alt- Prachatitz
(an der slawischen Grenze) erbaut. Schiffswege und die damit verwandte
Schiffsindustrie wurden auch gegründet. Im Großen und Ganzen, tauchte
ein neues Miteinander zwischen Kirche und Stadt (deren Fachmänner und
Händler viel Sachkenntnis besaßen) auf, durch dasselbe Ziel; den
Salzhandel zu verstärken und die Stadt als selbige zu verschönen und zu
vergrößern. Mitwirkung und Zusammenarbeit wurden stärker angestellt und
spielten eine neue Rolle. Die Stadtbewohner bekamen gleichzeitig ein neu
erfundenes Selbstbewusstsein und ein neues Pflichtgefühl wegen ihrer
Herkunft. Die Mehrheit führte ein sogenannte „Luxusleben“.
Jedoch, wie es in dieser Welt oft
geschieht, kam dieser Erfolg mit entsprechenden Preis, denn der
Salzhandel hatte auch Nachteile. Aus dem Begehren nach Kraft und
Reichtum erwuchs zunehmend Habgier, die zur blutigen Konsequenzen
führten. Der Salzhandel war nicht nur der Gegenstand politischer
Auseinandersetzung, sondern tragischerweise auch die Ursache für Kriege.
Schon seit dem 14 Jahrhundert wurde das kleine Berchtesgaden von Bayern
und Salzburg gezwungen, seine Salinen zu verpfänden oder seinen
Salzhandel ihnen überzulassen. Schließlich kam Salzburg nicht mehr in
Frage und der allmächtige bayerische Herzog übernahm die Macht. Die
folgenden durchtriebenen Taktiken waren danach häufig: Boykott an Waren,
Einbehaltung von Holzlieferungen, Überwältigung von Schiffen, Vermehrung
von Frachttarifen und Mautgebühren, Abschließung von Straßen und
Flüssen. Dieses Verhalten um den Salzhandel erreichte um 1600 den
Höhepunkt. Unter Zwang des Militärs gab Salzburg sich dem bayerischen
Herzogtum geschlagen..
Mit der Zeit war das Salz auch einen
Gegenstand der Politik, dessen gewinnbringende Kraft, durch Privilegien,
Monopole, Mauten und Steuern kontrolliert aber auch manipuliert) werden
konnte. Manche habgierige Regenten konnten ihrem Verlangen nach mehr
Macht nicht widerstehen. Deshalb versuchten sie mittels Steuern, auf die
Ressourcen mehr Gewinne einzustreichen und so entstand der beleidigende
Begriff - „Salzknechte“. Dennoch, hatten die ehrbaren Salzmänner „das
Bergregal“ beziehungsweise, hatten sie das ausschließliche Recht zur
Förderung schon an sich genommen. Diese Privilegien bedeuteten Macht für
Passau in den folgenden Orten: in Bayern (Saline Reichenhall), der
Fürstpropst von Berchtesgaden (Salinen Schellenberg und Frohnreit), der
Erzbischof von Salzburg (Saline Hallein) und die Erzherzöge von
Österreich (Salinen Aussee, Ischl, Hallstatt usw.).Man könnte vielleicht
davon ausgehen, dass das Salz einen realistischen Aspekt auf die Kultur
Passaus brachte, in dem Sinn, dass keine Kultur ohne ihre menschliche
Unvollständigkeit ist.
In dem Geistlichen Bereich der
Kultur, hat das Salz auch einen geistlichen Sinn und verursachte
Gewohnheiten und Aberglaube. Als Symbol der Göttlichen Weisheit, wurde
es als Schutz vor der Kraft des Teufels verbraucht und als
Heilungsmittel vor Krankheiten und Verletzungen vertrauenswert
geschätzt.
Interessanterweise, tauchten
besondere Aberglaube und Gewohnheiten auf. Die Mütter streuten Salz den
neugeborenen Kindern, die verwundbar zu Hexen und böswilliger Menschen
waren. Das salz wurde unter die Zunge, oder unter die Windeln beim Gang
zur taufe gestreut. Brautpaare trugen auch gern etwas salz, entweder in
den Schuhen oder im Rocksaum um sie selbst vor böse Wünsche, vor allem,
Unfruchtbarkeit. Im Frühjahr, streute man salz übers Vieh um ihnen außer
Gefahr von Dämonen und Hexen zu behalten.
Es ist nicht
zu leugnen, dass der Salzhandel einen großen Aufprall auf der Kultur
Passaus hatte, aber vielleicht ist den größten Aufprall durch
ermöglichte geschäftliche Kontakt geschaffen; Passau als eine
europäische Stadt. Dieses europäische Eigenschaft, wird durch Festspiele
Europäische Wochen Passau erläutert.
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