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Die Fülle an Salz hat nicht nur
einen weiteren geschäftlichen Kulturaspekt auf Passau gebracht aber hat
die andere verschiedene Elementen der Kultur im allgemein beeinflusst.
Um die beeinflussende Kraft der Anwesenheit des Salzes zu verstehen muss
man als erstes über die Wichtigkeit des Rohmaterials als selbiges
informiert werden. Wie schon erwähnt war das Salz für die damalige Zeit
bedeutender als heutzutage. Die damalige Wichtigkeit des Salzes ist mit
der heutigen Bedeutung des Erdöls vergleichbar:
Als Konservierungsmittel: Das
Nichtvorhandensein von modernen Innovationen wie Kühlschränke,
Gefriertruhen und Vakuumverpackung hieß, dass die Leute ein
Konservierungsmittel finden müssten, um verderbliches Essen wie Fleisch,
Fisch, Käse und Butter, über eine längere Zeitperiode zum Verzehr
geeignet aufzubewahren. Dabei wurde die Konservierungsfähigkeit des
Salzes entdeckt. Diese Besonderheit des Salzes war für die Bauern
besonders wichtig, denn bestimmte Bauern besaßen während der
winterlichen Monaten unzureichende Vorräte an Heu und wurden so mehr
oder wenigen dazu gezwungen ihr Vieh zu verkaufen oder für eigenen
Konsum zu schlachten. Dank des Salzes war es für die Bauern möglich ihr
Fleisch für lange Zeit genießbar zu machen. So entstand in Mitteleuropa
die lang existierende, jährliche Tradition der „Herbstschlachtung“ und
das damit verbundene Einpökeln und Räuchern des Fleisches, als
kulturelle Gewohnheit der Viehwirtschaft.
Als Herstellungselement: Für viele
Handwerksberufe war das Salz ein sehr wichtiges Element. Man benötigte
es für die Lederherstellung (um die Tierhäute haltbarer zu machen),
Produktion von Glas (um den Schmelzpunkt von Mineralen (Quarzsand) zu
verringern und dabei Energie ersparen) und Keramik (um Steinzeug zu
veredeln). Ein wirtschaftlicher Schatz.
Als unentbehrliches Element für das
menschliche Leben: Hätten wir kein Salz, dann hätten wir kein
menschliches Leben. Salz hilft den Wasseranteil des Körpers im
Gleichgewicht zu behalten und dafür braucht man mindestens 5 bis 6 Gramm
am Tag. Einige Krankheiten werden wegen eines Mangel an Salz verursacht,
heutzutage nur noch in Ländern der dritten Welt insbesondere Afrikas.
Solche
Notwendigkeit für das Leben verursachte eine Nachfrage unter Einwohner
von Orten in dem einen Mangel an Salz existierte und sie fuhren nach
Passau. Dieser Zustrom führte zu einer erweiterten kulturellen Mischung.
Auch fand eine Verbreitung des Christentums statt. Abstinenzzeiten (40
Tage im Vorfeld zu Oster und Weihnachten) hießen, dass die Gläubige
immer mehr Fisch aß, als Ersatz für die fehlende Fleischspeise. In
küstenfernen Regionen, wurde eine ganze Menge Salz für den angebotene
„Salzfisch“ gebraucht. Während dieser Suche nach dem kostbaren
Rohmaterial, haben die Gläubigen ihre Überzeugungen mit sich mitgebracht
und damit auch die schon tief verwurzelte festgelegte Religionsgrundlage
Passaus verstärkt.
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