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Nach einem
Stadtbrand am 27. April 1662 musste der Dom wieder aufgebaut werden und
ebenso die musikalischen Intrumente. Der Passauer Meister Leopold
Freundt vollendete im 1688 die erste Orgel, mit 21 Registern auf 2
Manualen und Pedal. Der berühmte Komponist Georg Muffat hat dieses
Instrument tatsächlich gespielt. Die Entwicklung der aktuellen Orgel
ging aber noch weiter. Zwei weitere Chororgeln wurden zwischen 1715-1718
von Joh. Ignaz Egedacher erbaut. Diese Orgeln wurden so anordnet, dass
eine mit den Trompeten harmonisch gespielt werden konnte, während die
andere als Begleitung zu einem Chor geeignet war. Im Laufe der Zeit
wurden die Orgeln erneuerte bzw. wegen der andauernden Änderungen des
Geschmacks z.B. Elektrotechnik-Fähigkeiten. Heutzutage, besteht die
Gesamtorgel aus fünf Teilwerke; der Hauptorgel, der Evangelienorgel, der
Epistelorgel, der Chororgel und der Fernorgel. Um die Pfeifen aus Zinn,
Kupfer und Holz zu zählen, muss man überhaupt Geduld haben die
erstaunliche Gesamtsumme von 17, 774 zu erreichen. Die größte
Metallpfeife allein wiegt 306 kg und hat eine Länge mit Fuß von 11,30 m.
Ein einziger Blick auf dieses beeindruckende Instrument und es wird
einem klar, warum diese Orgel den Höhepunkt der Passauer Musikgeschichte
darstellt.
Außer der
kirchlichen Musikkultur existiert auch eine traditionelle Musikkultur,
dazu gehört die beliebte Volksmusik. Bayern ist ein Land in dem
Volkslieder, Volkstanz und instrumentale Volksmusik mit ganzem Herzen
geschätzt werden. Während der vergangenen Jahrzehnte hat die Volksmusik
in Bayern eine Wiederbelebung erfahren und besonders in Niederbayern, wo
man mehr als hundert verschiedene Volkstänze hat. Dort ist auch "Schnaderhüpflsingen
der Hochzeitlader" immer noch zu hören und zu bestaunen.
Allerdings sind Jodler und Schuhplattler
am häufigsten mit Niederbayerischer Volksmusik verbunden.
Jodeln:
Diese besondere Musikart ist ohne Zweifel einzigartig und es geht um
gesungene, textlose (wortlose) Tonfolge, dessen Register sich zwischen
Brust und Kopfstimme wechselt. Nur sinnlose Silben kennt der Jodler und
diese Silben wurden aus ein Paar willkürlich gewählte Vokalen und
Konsonanten gebildet. Er wird üblicherweise mehrstimmig und
leidenschaftlich gesungen, entweder allein stehend oder als
Schlussrefrain von Volksliedern auch. z.B. ("hol-la-di-ho, dje-
ho-ri-ridl, di-ri-di-ri-a-ha") Für jeder Besucher ist der Jodler eine
besondere Freude und nicht zu verpassen.
Schuhplattler: auch "Plattler";
ist ein alpenländlich-süddeutscher Volktanz im Dreiviertelakt. Dieser
ursprüngliche Werbetanz, wurde von einzelnen Pärchen individuell
ausgeübt. Der Mann tanzt um seine Partnerin mit einem Rhythmus der durch
passende Körperschlägen, meistens auf Waden, Oberschenkel und Fußsohlen.
Währenddessen dreht sich das Mädchen rhythmisch tanzend um sich selbst
und führt einige Sprüngen aus. Einige Tänze erzählen Geschichten z.B.
von einer Paar, das sich verliebt oder stellen einen Handel dar z.B. ein
Müller oder Holzfäller. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird diese
Tanzart in mehreren Vereinen bewahrt und immer wieder aufgeführt. - z.B.
der "Auerhahn-Schuhplattler-Verein."
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Abb. 3 Die
Passauer Domorgel

Abb. 4 Das
Innere der Hauptorgel |